Digitaler Wandel: Wie investieren Sie?

September 06, 2022

Wir leben momentan in einer der unsichersten Zeiten der letzten Jahrzehnte. 

Trotz globaler Krisen wie der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg und einer ungewissen Zukunft ganzer Branchen schreitet der digitale Wandel unermüdlich fort. 

Auch durch den exponentiellen Effekt moderner Technologien erleben viele Branchen eine neue Dynamik: Große Unternehmen wachsen stärker, kleine verschwinden nach und nach.

Auch im bislang eher von Kontinuität geprägten Manufacturing-Bereich ist dieser Wandel spürbar. Generation Y und Z rücken in Entscheidungspositionen und fordern vonseiten die konsequente Digitalisierung ein. Die Manufacturing Future ist im Wandel. 

Die Player am Markt reagieren:
83% der Unternehmen planen, ihre Investition in digitale Transformation 2022 weiter zu erhöhen (siehe folgende Abbildung).

Investition in digitale transformation im Vergleich zu 2021 zeigt eine manufacturing future
Abbildung Datenquelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/830769/umfrage/bedeutung-von-industrie-40-in-deutschland/

Die entscheidende Frage im Rennen um die Marktführerschaft aber bleibt: Wohin wird investiert?

Das ist der wahre Treiber des digitalen Wandels

Die Frage nach der Priorisierung führt viele Unternehmen in die Irre.
Artificial Intelligence, Big Data, Machine Learning, Predictive Maintenance.
Technologien werden oftmals als die wichtigsten Treiber der Digitalisierung gehandelt.

Doch über den Erfolg der Transformation entscheidet kein Tool, sondern der Mensch. Führungskräfte müssen eine ‘digital-first’ Mentalität entwickeln und diese bereichsübergreifend ins Team tragen. Silos müssen zerbrochen und Wissen verfügbar gemacht werden. Es müssen neue Geschäftsmodelle entstehen.

Erst dann ist Grundlage gelegt, um als Organisation einen nachhaltigen Wandel zu vollführen.

Welche Tools und Technologien dabei genau zum Einsatz kommen, ist sekundär.

Drei erprobte Lösungsstrategien für einen erfolgreichen Wandel

Unser 1.400-köpfiges Team begleitet täglich Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Ländern bei ihrer digitalen Transformation.

Die folgenden drei Strategien haben sich bei der Umsetzung von digitalen
Initiativen immer wieder bewährt:

1. Schaffen Sie neue Rollen in Ihrer Organisation

(Unternehmens-)Kultur ändert sich nicht von allein. Es braucht Botschafter und Botschafterinnen des neuen digitalen ‘Mindsets’, die Umsatzverantwortung haben und den Wandel vorleben.

Chief Sales Officers (CSOs) beispielsweise müssen ihr Selbstverständnis von ‘Vertriebsleitung’, hin zu ‘digitalen Sales-Experts’ entwickeln, neue Trends ausprobieren, vorleben und integrieren. So kann eine Top-Down Veränderung glaubhaft kommuniziert und entlang der Managementebene weitergegeben werden.

2. Digitalisierung ist kein Selbstzweck 

Der frühere Vorstandschef von Telefonica Deutschland, Thorsten Dirks, brachte es schon 2015 einmal auf den Punkt: “Wenn Sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben Sie einen scheiß digitalen Prozess”.

Digitalisierung ist also kein Selbstzweck. Schauen Sie mit dem nötigen Abstand auf Ihre Ziele: 

  • Was wollen Sie eigentlich erreichen?
  • Was braucht es dafür?
  • Und vor allem: Für WEN ist das System? 
  • Was bringt die fortschrittlichste Software der Welt, wenn sich die Support-Tickets häufen?

Auch alte Systeme müssen nicht immer über Bord geworfen werden. Eine saubere technische Analyse der Möglichkeiten und Einschränkungen sollte daher stets der erste Schritt sein.

Erst dann (und wirklich erst dann) sollten Sie beginnen, neue Technologien und Tools einzuführen. Die Wahl des richtigen Tools sollte von einem Profi begleitet werden, denn der Technologie-Pool ist riesig und Unternehmen müssen aus diesem die für sie passende Lösung finden:

Enterprise Sales Tech Tools
Bildquelle: https://sbigrowth.com/tools-and-solutions/enterprise-salestech-landscape

3. Sorgen Sie für eine seamless Buyer Journey

Generation Y und Z werden die Babyboomer (zwischen 1946 und 1964 geboren) bald in Führungspositionen in Einkauf, Projektmanagement und Sales ablösen. Und ihre Erwartungen als Kunde aus dem hoch digitalisierten Consumer Market bringen sie gleich mit. Es ist absehbar, dass sich das Kaufverhalten im B2B für immer ändern wird.

Sie als Organisation müssen also dafür sorgen, dass den neuen Entscheidern das (digitale) Einkaufserlebnis geboten wird, das sie gewohnt sind.

Eine Voraussetzung dafür ist natürlich ein reibungsloser Online-Vertrieb Ihrer Produkte. Potenzielle Käufer müssen im Self-Service in der Lage sein, das perfekte Produkt zu finden und zu kaufen. Ihr Sales-Team darf jederzeit nur einen Klick entfernt sein.

E-Commerce nutzen

Dieser Trend zum E-Commerce-Boom im Bereich B2B ist bereits in vollem Gange:
Aktuellen Analysen zufolge wird der CAGR bis 2030 in den USA bei über 18 % liegen.

Auch die Hersteller und Dienstleister in Europa verzeichnen ein stetiges Wachstum ihrer Online-Verkäufe. Der Gesamtwert der online verkauften Waren in Europa wird bis 2025 auf 1,8 Billionen US-Dollar ansteigen. Für den europäischen Markt wird bis 2025 ein Wachstum von 11,9 % prognostiziert:

manufacturing future: In Europa wird bis 2025 ein Wachstum von 11,9 % erwartet
Abbildung: eigene Darstellung. Datenquelle: https://www.trade.gov/european-b2b-ecommerce-markets-forecast

Allerdings wird die digitale Erweiterung der Wertschöpfung nicht beim E-Commerce enden.
Auch der After-Sales Service gewinnt in Zeiten steigender Vergleichbarkeit an Bedeutung und muss sich nahtlos ins digitale Gesamtkonzept einfügen.

Laden Sie sich hierzu nun auch unser Whitepaper Die Zukunft des Manufacturing – Die 4 Top Themen für 2023  herunter.


Die Industrie befindet sich mitten in einem Strukturwandel und setzt die Marktteilnehmer unter Druck. Denn wer seine Position absichern will, ist jetzt im Zugzwang. Es gilt nun der Fokus, die richtigen Projekte in der richtigen Priorisierung umzusetzen. Wir bei Monstarlab vertreten dazu eine klare Beratungsphilosophie: Erst der Mensch, dann die Technik. Nur so wird Veränderung zur DNA Ihrer Organisation.

Welche vier konkrete Themen in diesem Sinne die richtigen Prioritäten sind, zeigen wir Ihnen in unserem kostenfreien Whitepaper.


Quellen:
https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/business-to-business-b2b-e-commerce-mark
https://www.trade.gov/european-b2b-ecommerce-markets-forecast

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