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Die Geschichte von Nodes und Monstarlab: Das Beste aus beiden Welten verbinden

Die Geschichte von Nodes und Monstarlab: Das Beste aus beiden Welten verbinden

March 2021

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Während ein neues Jahr näher kommt und wir die letzten Teile unserer globalen Fusion zusammensetzen, dachte ich, es wäre eine gute Gelegenheit, um zurückzuschauen und zu erzählen, warum Monstarlab 2017 Nodes angesprochen hat und wie unsere Partnerschaft angefangen hat. Ich habe mich mit dem Mitgründer von Nodes, Andreas Rasmussen, zusammengesetzt, um über die Reise zu sprechen, die wir vor fast drei Jahren angetreten haben – und das neue Abenteuer, das vor uns steht, als eine Marke, ein Unternehmen.

Menschliche Werte und Kultur als unser Leitstern

Monstarlab wollte immer größer werden. Nicht, weil wir uns anderen aufdrängen wollen, sondern weil wir wirklich glauben, dass Technologie befreien und weiterbilden kann und Menschen und Unternehmen weltweit stärken kann. Aber Technologie ist kein Zauberstab. Jedes Produkt, jedes System oder jeder Wandel ist an erster Stelle durch talentierte Menschen möglich, die Änderungen sehen wollen.

Deshalb waren uns vor allem Unternehmenskultur und die Menschen dahinter wichtig als wir nach einem europäischen Partner gesucht haben. Wir wollten jemanden, der versteht, was unsere Vision ist und wofür wir bekannt sind, statt einer Firma, die nur an Gewinn interessiert ist. Wir hatten ungefähr 70 persönliche Treffen, manchmal 4 oder 5 am Tag. Und obwohl viele Unternehmen interessante Steckbriefe hatten, war es schwierig, das mit dem richtigen Steckbrief für Monstarlab zu finden.

Als wir uns endlich mit dieser dänischen Firma getroffen haben, stellten sie sich als etwas anders heraus. Sie waren die führende digitale Entwicklungsagentur mit Firmensitz in Kopenhagen, aber mit 20 Mitarbeitenden im Vereinigten Königreich – ein Markt, der für seinen Wettbewerb und seine Gnadenlosigkeit gegen ausländische Firmen bekannt ist. Die Gründer hoben sich gegen alle anderen Führungskräfte ab, die ich getroffen habe: engagiert, offen und ehrlich über ihre Erfolge und Misserfolge.

 

Misserfolge sind ein Zeichen von Erfolg

Für mich ist das Teilen von Erfolgen und Misserfolgen ein Zeichen von Stärke, Charakter und Integrität. Bei unserem ersten Treffen hat Andreas offen und ehrlich über das Unternehmen und deren Ziele gesprochen, aber auch über hart erarbeitete Erfahrungen. Sie hatten ein paar Jahre zuvor versucht, den norwegischen Markt zu betreten, aber letztlich hat es nicht geklappt – eine Erfahrung, die ich persönlich nachvollziehen konnte, weil auch wir vor vielen Jahren versucht hatten, ein Büro in San Francisco zu eröffnen.

Von Anfang an habe ich gespürt, dass Andreas, genau wie ich, eher interessiert daran war, Vertrauen zwischen uns aufzubauen, statt unsere Anwält:innen alles klären zu lassen. Als ich im Herbst 2020 in Kopenhagen war, hat mir Andreas sogar gesagt, dass unser offener und ehrlicher Ansatz einen wichtigen Einfluss hatte.

“Bis heute erinnere ich mich Wort für Wort an das, was du mir in unserem zweiten Treffen gesagt hast. Du hast gesagt, dass du dich lieber mit Gründer:innen statt mit Anwält:innen triffst. Für mich war das ein klares Anzeichen, dass du uns und wofür wir stehen kennenlernen wolltest. Monstarlab war viel größer als Nodes und trotzdem hast du dich voller Bescheidenheit, Respekt und echtem Interesse für unser Unternehmen mit uns getroffen. Dieser einfache Ansatz zu etwas so komplexem wie M&A hat uns wirklich viel bedeutet und das war eigentlich seitdem die Basis unserer Zusammenarbeit”, sagt Andreas Rasmussen, CGO von Monstarlab (Mitgründer von Nodes). “Tatsächlich haben wir damals nicht nach jemandem gesucht, der uns übernimmt. Aber wir haben jemanden gefunden, der das Gleiche will wie wir, deshalb war es die perfekte Gelegenheit, um zusammenzuarbeiten.”

Bei einer konventionellen Übernahme taucht das übernehmende Unternehmen meistens auf und übernimmt den Betrieb und führende Positionen. Das war bei Nodes nicht der Fall. So wie man keinen Sattel auf einen Mustang packt, wollten wir, dass Nodes weiter so wachsen kann, wie es schon viele Jahre zuvor gewachsen war. Wir haben Hilfe angeboten, wo sie gebraucht wurde, aber haben Nodes als unabhängige Firma weiter laufen lassen.

 

Geduld ist eine Tugend

Neben einem guten Gefühl für das Managementteam und dem Beziehungsaufbau bei jeder Gelegenheit kann Nodes als Unternehmen auch beeindruckende Wachstumsraten bieten. In ein paar Jahren sind sie über 50% pro Jahr gewachsen, haben nach Amsterdam, Berlin und Dubai expandiert, was neues Territorium war, haben neue Lieferzentren in Prag und der Ukraine eröffnet und haben die dänische Firma Implicit übernommen.

Für mich war das ein deutliches Zeichen, dass Nodes erstmal weiter als unabhängiges Unternehmen arbeiten sollte. Ihr Hunger für Wachstum, ihre Erweiterung in neue Märkte und ihre Fähigkeit, modernste technische Lösungen abzuliefern waren eine selbstverständliche Erweiterung der Mentalität von Monstarlab. Wir wollten ihnen finanzielle Stabilität geben, ohne allzu involviert zu sein, damit sie das tun konnten, was sie am besten können.

Seitdem sind fast drei Jahre Zusammenarbeit, Lernen und Anpassung vergangen. Wir haben Erfolge, Misserfolge und Wissen geteilt, aber wir haben es zusammen gemacht, während unsere Unternehmen sich in die gleiche Richtung bewegen. Unsere Geduld zahlt sich aus und bald sind wir bereit, das letzte Puzzleteil zu ergänzen, um ein geeintes globales Unternehmen zu werden.

Ein geeintes Unternehmen ermöglicht Vielfalt

Auf der Managementebene ist die Fusion bereits erfolgt. Wir haben globale Führungskräfte, die aus Asien, Europa und den USA kommen – und das beste aus jeder Region mitbringen. Auf der Unternehmensebene sind wir in der letzten Phase, um unseren grenzübergreifenden Betrieb zu integrieren und die Synergien zwischen unseren Büros zu nutzen. Globale Kund:innen werden die gleiche Erfahrung mit Monstarlab haben, egal ob sie uns in New York, London oder Tokio treffen, weil wir gleich arbeiten.

Allerdings heißt das Schaffen einer global einheitliche Erfahrung nicht, dass sich alle gleich verhalten sollen. Wie ein Kapitän die Richtung vorgibt aber der Besatzung nicht sagt, wie das Schiff zu steuern ist, ist das globale Managementteam für die Gesamtstrategie verantwortlich – nicht wie sie umgesetzt wird. Wir wollen, dass Kolleg:innen mit unterschiedlichen Einstellungen, Meinungen und kulturellen Hintergründen weiter in Frage stellen, was wir tun und wie wir es tun. Denn wenn wir neuen Ideen und Perspektiven ausgesetzt sind, lernen, wachsen und entwickeln wir uns als Menschen und Expert:innen.

Deshalb ist mein größter Wunsch für diese Fusion, dass wir ein Umfeld mit Raum für Unterschiede jeder Art schaffen. Und ich und unser Chief Growth Officer, Andreas Rasmussen, werden weiter hart arbeiten, um das umzusetzen.